Neben den Stücken Shakespeares liegt ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Theatergruppe auf Dürrenmatts Werk. Nach der fulminanten Aufführung des Besuchs der alten Dame im Jahr 2004 standen am 04. und 05.05.2007 Die Physiker unter der bewährten Leitung von OStRin Suzann Nennmann auf dem Spielplan.
Diese 1961 verfasste und nach der überarbeiteten Fassung von 1980 von uns gespielte Komödie von der Verantwortung des Wissenschaftlers, vor allem des Atomphysikers, scheint in diesen Tagen, in denen wir des Atomphysikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker gedenken und in politischer Hinsicht mehr denn je die Auswirkungen der technologischen Anwendung der Leistungen der Atomphysik zu fürchten haben, aktueller denn je zu sein. Die Erkenntnis des Physikers Johann Wilhelm Möbius, der Hauptfigur des Stückes, dass, was einmal gedacht wurde, auch durch die größten persönlichen Opfer nicht mehr zurückgenommen werden kann, ist die zentrale Tragödie dieses Textes, der dennoch von seinem Schöpfer als Komödie bezeichnet wurde und über weite Strecken als solche behandelt wird. [...]
Getreu dem Motto "Unserer Zeit kommt nur die Komödie bei" hat Dürrenmatt sein ernstes Thema satirisch gestaltet und verfolgt bei der zunächst sogar inhuman erscheinenden turbulenten Handlung eine streng moralische Absicht: "Es gibt Risiken, die man nie eingehen darf: Der Untergang der Menschheit ist ein solches."
Klicken Sie auf die Vorschaubilder, die Fotos werden in einem neuen Fenster geöffnet!
Fotos: R.Arndt