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Naturwohl

Zwischen Gesundheit und Umwelt

Gesundheit ist weit mehr als nur die Abwesendheit von Krankheiten. Sie ist die Grundlage unseres Wohlbefindens, unserer Lebensfreude und der Fähigkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Doch Gesundheit entsteht nicht aus dem Nichts heraus; sie „wächst“ mehr aus dem Boden, der Luft und dem Wasser, die uns umgeben.

Fünf Bedrohungen, eine Botschaft

Die Zusammenhänge zwischen Umwelt und menschlicher Gesundheit sind vielfältig und komplex. Fünf Themenbereiche stehen dabei besonders im Fokus:

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Pestizide in der Landwirtschaft

Chemische Pflanzenschutzmittel gelangen über Nahrung und Trinkwasser in den menschlichen Körper und belasten langfristig die Gesundheit.

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Mikroplastik

Winzige Kunststoffpartikel sind mittlerweile allgegenwärtig – in Gewässern, Böden und inzwischen auch im menschlichen Blut nachweisbar.

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Lärm

Dauerhafter Lärm erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und psychische Belastungen erheblich.

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Feinstaub

Feine Partikel aus Verkehr, Industrie und Heizungen dringen tief in die Lunge ein und fördern Atemwegs- und Herzkrankheiten.

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Wasserqualtiät

Verunreinigte Seen und Flüsse gefährden nicht nur Freizeitvergnügen, sondern auch die Gesundheit von Badenden direkt.

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Das Gift auf unseren Tellern

Pestizide in der Landwirtschaft

Unsere heutige Landwirtschaft versorgt Milliarden von Menschen mit Nahrung – doch der Preis, den wir dafür zahlen, ist hoch. Wir nutzen Pestizide, um Ernteerträge vor Schädlingen und Pilzen zu bewahren, hinterlassen dabei aber Rückstände in Böden, Gewässern und in unseren Lebensmitteln selbst. Besonders besorgniserregend ist dabei die sogenannte Cocktailwirkung: Mehrere Substanzen in geringen Mengen, die vielleicht einzeln als gesundheitlich unbedenklich eingestuft sind, können im Zusammenspiel unvorhergesehene Auswirkungen auf den Menschen haben.

Die unsichtbare Invasion

Mikroplastik

Was in den 1950er-Jahren als Wunderstoff gefeiert wurde, erweist sich heute als eines der hartnäckigsten Umweltbelastungen, mit denen wir zu kämpfen haben: Plastik!
Mehr als acht Milliarden Tonnen dieses Materials wurden schon produziert, ein Großteil davon landet aber in der Umwelt, wo es immer weiter zu kleineren Partikeln zerfällt – Mikroplastik entsteht.

Eben jene Partikel wurden inzwischen in Meeresfrüchten, Trinkwasser, Atemluft, Honig und sogar in menschlichem Blut, Lungengewebe und der Plazenta nachgewiesen. Welche Langzeitfolgen dies für unsere Gesundheit hat, wurde noch nicht vollständig erforscht. Erste Hinweise auf entzündungsfördernde und hormonell aktive Wirkungen sind alarmierend genug.

Die stille Bedrohung

Lärm

Lärm wird oft als lästig, aber harmlos, abgetan. Doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Umgebunglärm als das zweitgrößte, umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Europa ein – direkt nach der Luftverschmutzung. Straßenverkehr, Fluglärm und industrieller Schall erhöhen das Risiko für Bluthochdruck und einen Herzinfarkt, stören den Schlaf und somit auch die kognitive Entwicklung von Kindern.
Lärm wirkt sogar dann auf unseren Körper, auch wenn wir ihn nicht bewusst wahrnehmen. Unser Organismus bleibt in dem Zustand chronischer Alarmbereitschaft. Ruhige Grünflächen und Lärmschutzmaßnahmen in Städten sind also keine Luxus-, sonder Gesundheitsfragen.

Was wir atmen

Feinstaub

Jeder Atemzug transportiert nicht nur Sauerstoff, sondern auch winzige Partikel, sogenannten Feinstaub, in unsere Lungen. Die Herkunft dessen sind uns allen bekannt: Verbrennungsmotoren, Industrieanlagen, Öfen, Reifenabrieb und vieles mehr. Die kleinsten jener Partikel (PM2,5) überwinden die natürliche Barriere der Atemwege und gelangen direkt ins Blut. Sie lösen im Menschen Atemwegserkrankungen, Lungenkrebs, Herzinfarkte bsi hin zu Demenz aus. Und das sind nur ein paar der vielen Folgen gewesen, die im Repertoire der Feinstaubpartikel stehen. Besonders betroffen davon sind sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die häufig in der Nähe von Hauptstraßen und Industriezonen wohnen.

Klares Wasser, klares Zeichen

Wasserqualität

Vor allem im Sommer ist das Schwimmen in natürlichen Gewässern für viele von uns der Inbegriff von Erholung. Doch Gewässer, insbesondere Badegewässer, sind sensible Ökosysteme, die durch Einträge aus der Landwirtschaft, Kläranlagen und weiteren Abfällen gefährdet sind. Cyanobakterien-Blüten (schlagartige Massenvermehrung dieser Bakterien), Keimbelastungen und chemische Rückstände können Badende ernsthaft krank machen.
Die Qualität von Badegewässern zeigt sehr gut, in welchem Zustand das Gewässereinzugsgebiet ist. Saubere Seen und Flüsse entstehen nicht zufällig; sie sind ein Ergebnis sauberer Umwelt, naturnaher Landwirtschaft und ein bewusster Umgang mit Ressourcen und Abfällen.

Naturwohl als gemeinsame Verantwortung

Fazit

Gesundheit ist nicht alleine eine medizinische Frage. Sie ist mit dem Zustand unserer Umwelt und Umgebung verbunden. Mit dem Boden, auf dem unsere Nahrung gedeiht, mit der Luft, die wir atmen, dem Wasser, in dem wir uns aufhalten und unser Umgang mit Plastik.
Jene Themenbereiche mögen zwar recht verschieden klingen, doch bringen sie eine Botschaft:
Was wir der Natur antun, wird sich an uns widerspiegeln. Oder:
Wer die Umwelt schützt, schützt damit sich und andere.

Erstellt von R.G. (11b)

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