Slowenienaustausch

Slowenienaustausch 2011

 

Sonntag, 05.06.2011


Am Sonntag, dem 05.06.2011, begann der zweite Teil des Slowenienaustausches.24 Schüler und Schülerinnen warteten aufgeregt vor dem Gymnasium Scheinfeld auf den Bus. Als alle Gepäckstücke verstaut waren konnten wir pünktlich um 8.00 Uhr losfahren. Vor uns lagen zehn Stunden Fahrt und unsre Route führte uns von Scheinfeld vorbei an Passau über die österreichische Grenze schließlich nach Slowenien, wobei drei Pausen uns die lange Fahrt erträglicher machten.
Während der Hinfahrt hatten wir sehr viel Spaß, ruhten uns noch etwas für die kommende Woche aus und machten uns Gedanken darüber, was uns wohl erwarten würde und welche Erfahrungen wir wohl machen würden. Außerdem freuten sich viele darauf ihre Austauschpartner wieder zu sehen. Ohne Zwischenfälle erreichten wir pünktlich um 18.00 Uhr unser Ziel Trbovlje und konnten endlich unsere Austauschpartner wieder in die Arme schließen. Nachdem jeder sein Zuhause für die Woche erkundet hatte, waren wir Pizzaessen und ließen den Abend noch gemütlich ausklingen.
Mirijam O., Anne-Kathrin E. und Theresa Z.


Montag, 06.06.2011



Unser erster gemeinsamer Tag im Gymnasium Trbovlje begann um 7:40 Uhr in der Bibliothek, nachdem für uns alle erst einmal Hausschuhe besorgt werden mussten und wir auch ein paar Freunde unserer Austauschpartner kennen lernten. Dort wurden wir sehr nett von der Direktorin der Schule, Frau Keršnik, und der Deutschlehrerin, Frau Kafel, begrüßt. Anschließend erhielten wir anhand einer Power Point Präsentation einige Informationen über den Austausch, Trbovlje und das Gymnasium. Danach zeigte Frau Kafel uns auch das Gebäude, unter anderem die Mensa und die Turnhalle. Dann fertigten wir gemeinsam ein Plakat mit unseren Erwartungen an den Austausch an. Um kurz nach zehn Uhr aßen einige von uns gemeinsam in der Mensa, bei der man sich mit einem Kärtchen unserer Austauschpartner schnell von dem netten Personal ein gutes Essen holen konnte.
Danach gaben uns unsere Partner wieder unsere Schuhe und wir liefen zusammen mit der anderen Deutschlehrerin, Frau Holešek, zum Rathaus, während wir einen Zettel mit Informationen über die Stadt Trbovlje ausfüllten. Dort erwartete uns zwar nicht der Bürgermeister, aber ein Vertreter von ihm, der uns freundlich empfing und uns vor allem politische Informationen (mit Übersetzung von Frau Holešek) zu Trbovlje gab. Dann machten wir einen Stadtrundgang und besichtigten ein Museum und eine frühere Arbeiterwohnung, bei denen wir viele historische Informationen zu Trbovlje erhielten.

Nachdem wir um ca. 13:40 Uhr zur Schule zurückgekehrt waren, fuhren/liefen wir mit unseren Partnern nach Hause, wo uns in den meisten Fällen ein wirklich leckeres und reichhaltiges Mittagessen unserer Gastfamilien erwartete. Gleich danach erwarteten uns verschiedene Attraktionen, die unsere Partner für uns geplant hatten. Einige fuhren zum Shoppen nach Ljubljana oder Celje, besichtigten den bekannten Berg Kum mit anschließendem Essen oder unternahmen sonstige Dinge mit ihren Gastfamilien, wodurch die meisten schon ihren ersten ganzen Tag in Slowenien richtig genossen. Am Abend trafen wir uns dann fast alle beim Sportplatz und später dann im Park von Trbovlje, wo der zweite Abend durch gemeinsames Zusammensein und fröhliches ‚Austauschen‘ schön abgerundet wurde.
Bernadette F. & Sophie H.


Dienstag, 07.06.11


Als wir uns am Dienstagmorgen alle wieder am Gymnasium getroffen hatten, fuhren wir mit dem Bus zwei Stunden lang durch Berge und Täler nach Hrastovlje. Die Kirche in Hrastovlje ist bekannt für ihre Fresken, die zufälligerweise entdeckt worden waren, als jemand etwas Putz von der Wand abkratzte. Sie zeigen Szenen aus der Bibel, Heilige und symbolisch dargestellt die zwölf Monate. Das berühmteste Fresko Hrastovljes ist der Totentanz. Er zeigt, dass jeder einmal dem Tod folgen muss, vom Kleinkind in der Wiege über Edelmann und König bis zum Papst.

Danach fuhren wir weiter zu den Salinen. Hier wird schon seit über 100 Jahren aus Meerwasser Salz gewonnen. Während es teilweise wie aus Kübeln regnete, erklärte uns ein Mann, der aussah als wäre er gerade mit seinem Rentierschlitten vom Nordpol gekommen, die Arbeit in den Salinen. Am Ende der Führung hatten alle die Möglichkeit Salzprodukte zu kaufen. Vom einfachen Kochsalz über Salz-Schokolade bis hin zu Likör mit Salz wurde vieles eingekauft.
Als wir auf dem Weg nach Piran waren, sahen und hörten wir die Ausläufer eines Gewitters, was sich aber zum Glück verzog, sodass wir in Piran anfangs noch bei Regen und gefühlten zehn Grad in der Adria baden konnten. Doch auch Aktivitäten, wie die Stadt zu besichtigen und die örtlichen Spezialitäten wie Muscheln und Ćevapčići zu probieren, wurden gerne genutzt. Da es später mal wieder regnete, als müsste das Meer wieder aufgefüllt werden, und manchen Schülern dies nicht davon abhielt, im Regen Bilder zu machen, konnte man im Bus teilweise nicht unterscheiden, wer jetzt im Meer gebadet hatte oder einfach nur im Regen stand.
Als wir um ca. 18 Uhr wieder in Trbolvje eintrafen, gingen wir in unsere Gastfamilien, um zu essen, und trafen uns danach in Trbolvje bzw. Zagorjie, um zusammen zu sitzen und gemeinsam zu lachen. Auch hier wurden wieder neue Freundschaften geschlossen.
Max H. und Christoph H.


Mittwoch, 08.06.11


Heute war unser Schultag. In den ersten zwei Stunden lernten wir slowenische Begrüßungen, einfache Dialoge, schwere Wörter und das Alphabet. Zuerst hatten wir manche Probleme mit der Aussprache, die sich jedoch dann schnell legten.
Die dritte Stunde verbrachten wir mit Wirtschaft, was zum größten Teil Wiederholung für uns war. Der Grund dafür könnte sein, dass slowenische Gymnasiasten kein Wirtschaft haben. Gemeinsam wurde ein Haushaltsplan erstellt, um zu verdeutlichen, dass man mit Geld wirtschaften muss.
Eine der amüsantesten Stunden war Musik. Wir lernten den Rondo-Rhythmus, einen irischen Tanz und das Lied „Dan Ljubezni“. Dies bereitete uns sehr viel Spaß und zu allem Überfluss sollten wir unsere gewonnenen Kenntnisse am Abschlussabend aufführen.
Nach einer 20minütigen Pause in der Mensa wurden sogar die größten Chemie-Hasser zu vernarrten Chemikern. Der Chemie-Lehrer war uns sofort sympathisch, auch wenn er eine seltsame weiße Kleidung trug. Wir durften selbst Aspirin herstellen, aber leider nicht mit nach Hause nehmen.
Was ihn zu unserem Lieblingslehrer machte, war seine Liebe zu Explosionen. Er hätte uns gern einige große Explosionen gezeigt, aber da gerade Abitur geschrieben wurde, ging dies nicht. Trotzdem ließ er einige von uns „Mini-Explosionen“ durchführen, und nachdem wir die erste Reihe geräumt hatten, führte er eine größere Explosion vor.

Die letzten zwei Stunden verbrachten wir mit Sport. Zuerst mussten wir zur Aufwärmung eine Polka tanzen, was aber nicht so ganz funktionierte. Danach konnten wir uns zwischen Fußball, Volleyball, Hockey und Fitness und Tischtennis entscheiden. Wir Deutschen siegten im Volleyball gegen die Slowenen, was sehr überraschend war.
Mirijam O., Anne-Kathrin E. und Theresa Z.


Donnerstag, 09.06.2011


Das Aufstehen am Morgen fiel uns schwer, da wir uns am Abend vorher noch im Park getroffen hatten. Nach dem Duschen und dem Frühstück mit meinem Austauschpartner und seiner Mutter fühlte ich mich aber schon wieder viel besser. Danach ging es wie jeden Morgen erst einmal in die Schule.
In der 1.Stunde bei Herrn Kosec, dem Geschichtslehrer am Gymnasium in Trobovlje, schauten wir einen Informationsfilm über Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens, an, die wir später an diesem Tag noch besuchen wollten.
Danach fuhren wir mit dem Bus zuerst nach GEOSS, dem geographischen Mittelpunkt von Slowenien. Besondere Bedeutung hat der dort stehende Baum zwischen den verschiedenen Gedenksteinen. Der Baum symbolisiert Slowenien und die vielen Blätter sollen die Bewohner Sloweniens darstellen.
Nach einem kurzen Aufenthalt dort ging es mit dem Bus weiter nach Ljubljana. Zuerst liefen wir den Weg zum Schloss hoch, wobei Herr Schröttel voraus marschierte und nur ungern auf die immer noch müden Schüler wartete. Nachdem wir oben angekommen waren, erzählte uns Herr Kosec, dass seit 5000 Jahren schon Leute auf dem Platz der Burg leben. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es dort auch Wohnungen. Heute ist die Burg vor allem Tourismus- und Festivalstätte.
Als wir wieder in der Stadt angelangt waren, führte uns der slowenische Geschichtslehrer durch Ljubljana. Die Führung handelte sowohl von den geschichtlichen Überresten aus der Römerzeit wie dem Forum, dem Steinwall oder den Aquädukten, als auch von Ljubljana als heutiger Hauptstadt von Slowenien. Die Hauptstadt ist nicht nur das politische, sondern auch das kulturelle und touristische Zentrum. Gegen Ende der Führung kam es zu einem Missverständnis, bei dem drei Schülerinnen dachten, es wäre schon Freizeit und sich auf ihre eigenen Wege machten. Dieses Missverständnis wurde von Seiten der Lehrer als Frechheit empfunden, doch nach kurzer Zeit kamen die drei Schüler wieder zum Rest der Gruppe dazu.
Dann hatten wir auch bald wirklich zwei Stunden Freizeit, die von den meisten Schülern zum Shoppen genutzt wurde. In Kleingruppen durften wir uns frei in Ljubljana bewegen. Unsere Gruppe kam zufällig zur deutschen Botschaft, die aber schon geschlossen war.
Nach unserer Freizeit fuhren wir mit dem Bus wieder in Richtung Trbovlje. Wir machten aber an der Burg Bogensperk nochmals Halt, um sie zu besichtigen.
Auf der Heimfahrt wurde uns verkündet, dass, wenn jemand am nächsten Tag betrunken in die Schule käme, für denjenigen die Q11-Fahrt gestrichen werden würde. Diese Warnung gab es, da die Lehrer von unserer geplanten kleinen Feier am Abend gehört hatten.
Wieder zuhause gingen wir erst mal Duschen und aßen mit unserer Gastfamilie zu Abend.
Nach einer etwas schaukeligen Fahrt an den Rand von Trbovlje konnte unsere kleine Feier schließlich beginnen.
Im Nachhinein gesehen war der Tag ein voller Erfolg.
Florian V. und Jonas H.


Freitag, 10.06.2011


Es ist Freitagmorgen, der 10.06.2011, und noch herrscht Ruhe im Gymnasium Trbovlje. Doch nach und nach trödeln die slowenischen und auch wir deutschen Schüler, mehr oder weniger fit nach einer durchfeierten Nacht, dort ein. Ein letztes Mal, dass wir uns alle in der Bibliothek der Schule treffen. Unsere Austauschpartner gehen in ihren Unterricht und wir wiederholen mit der Deutschlehrerin Frau Kafel nochmals unsere am Mittwoch gelernten Slowenischkenntnisse. Danach folgt Posterarbeit mit Frau Seifert und Herrn Schröttel, bei der wir, trotz unserer Müdigkeit, viel Spaß haben und gute Ergebnisse hervorbringen.
Zwischendurch singen und tanzen wir noch ein letztes Mal mit dem Musiklehrer Herrn Rojko, um sicher zu gehen, dass am Abend auch alles glatt geht. Um 12:50 Uhr ist unser Schultag dann zu Ende und wir sind doch alle ein bisschen froh, als unsere slowenischen Partner uns abholen. Zuhause angekommen bereiten wir uns mehr oder weniger auf die Abschlussveranstaltung vor, holen noch ein bisschen Schlaf nach und fangen schon einmal schweren Herzens an, unsere Koffer ein wenig zu packen.
Um 17:30 Uhr treffen wir uns alle in der Sporthalle des Gymnasiums, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und dann um 18:00 Uhr die Eltern in Empfang zu nehmen. Zu Beginn begrüßen uns zwei unserer Partner mit einem Trompeten-Duett. Es folgt die Begrüßung durch die Schulleiterin, deren Worte von Frau Kafel für uns übersetzt werden. Auch unsere Gastschüler übersetzen deutsch und slowenisch. Sie stellen ihre in Deutschland angefertigten Plakate vor und erzählen, was sie in Deutschland erlebt haben. Danach sind wir an der Reihe. Wir stellen ebenfalls unsere Plakate vor und langsam wird es Zeit, unsere Slowenischkenntnisse vorzuführen. Oliver und Christoph sagen das slowenische ABC auf, Simone und Johanna führen einen kleinen Dialog auf, Anna und Theresa stellen sich vor (Name, Heimat, derzeitiger Aufenthaltsort/Austauschpartner) und Andrea und Silvia sagen ein paar einzelne Wörter.
Wir haben uns am Mittag viel Mühe gegeben, eine Powerpointpräsentation mit Bildern unserer tollen Zeit anzufertigen und wollen diese auch abends zeigen. Leider war die Arbeit umsonst, weil nach der zweiten Folie ein Fehler auftritt und auf einmal alle Bilder weg sind. Wir sind alle ein wenig enttäuscht, doch Rok Hvala – ein Schüler des Gymnasiums – heitert uns mit seinen Gesangseinlagen „Wahnsinn“ (bei dem wir Deutsche natürlich alle die passenden Einwürfe bringen) und „When you say nothing at all“ wieder auf. Unsere Austauschschüler singen erneut das Lied, das sie schon an der Abschlussveranstaltung in Deutschland gesungen haben und wir führen ein im Musikunterricht gelerntes Rondo auf. Außerdem tanzen wir noch einen typischen slowenischen Tanz. Zuletzt bedankt sich die Schulleiterin noch bei Herrn Schröttel und Frau Seifert und bei den beiden Deutschlehrerinnen Frau Kafel und Frau Holesek, die uns bei unserem Aufenthalt betreut haben. Zum guten Schluss singen wir –mit Hilfe weniger slowenischer Schüler- ein etwas älteres, aber schönes Lied „Dan Ljubezni“.
Es gibt reichlich zu trinken und viele Snacks und wir unterhalten uns noch ein bisschen, schauen uns die Plakate an und machen viele, viele Fotos zur Erinnerung. Schließlich gehen wir alle in den Park und lassen den Abend ausklingen. Um 0:00 Uhr geht’s dann, leider nur mit ein paar, in die Disco in Zagorje. Dort lassen wir es noch ein letztes Mal so richtig krachen, bis es dann um 3-4 Uhr zurück in die Gastfamilie geht. Obwohl wir ein bisschen traurig waren, den letzten Abend nicht alle gemeinsam verbringen zu können, hatten wir alle unseren Spaß und eine unvergessliche Zeit in Slowenien.
Hanna Z., Nicole G.


Samstag, 11.06.2011


Nun war es soweit, die Abreise der Deutschen aus Slowenien war gekommen. Zwar hatte das ganze den guten Aspekt, dass wir unsere Familie und Freunde in Deutschland bald wieder sehen konnten, aber bedrückende Stimmung überwog.
Immerhin wurden in dieser Woche viele lustige Unternehmungen gemacht und durchaus Freunde fürs Leben gefunden. Viele konnten sich nur schwer mit der Trennung von den Partnern abfinden , weshalb sich die auf acht Uhr geplante Abfahrt um etwa eine halbe Stunde verzögerte, bis sich Herr Schröttel entschied, einzelne Schüler in den Bus zu zerren.
Als der Bus dann schließlich losfuhr, winkten wir unseren Gastgebern, die sich diese Woche sehr bemüht hatten, noch einmal zu.
Nun stand eine lange Heimfahrt vor uns. Trotz der Verspätung bei der Abfahrt und drei längeren Pausen auf Rasthöfen kamen wir pünktlich in Scheinfeld an .Dort warteten unsere Angehörigen bereits um uns abzuholen.
Alle waren erschöpft, aber dennoch glücklich, da sie in dieser Woche viele neue Erfahrungen machen konnten.
Mirijam O., Anne-Kathrin E. und Theresa Z.

 

 


 

Berichte vom Slowenienaustausch 2010

Donnerstag, 20. März 2010

An einem sonnigen Donnerstagmorgen starteten wir vollbepackt mit dem Bus Richtung Slowenien. Auf der Hinfahrt gab es viele Möglichkeiten sich zu unterhalten, Karten zu spielen, zu schlafen, sinnlos zu lachen, zu essen oder auch gerne mal zu trinken. An einer österreichischen Raststätte gab es für eine Hand voll Euro mehrere Schnitzel - all you can eat! Dieses Angebot wurde ohne zu zögern von Herrn S. und Frau S. wahrgenommen. So kam es dann, dass sie etwa 10 Minuten nach dem vereinbarten Treffpunkt immer noch gemütlich besagtes Angebot wahrnahmen. Wobei zuvor sehr viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt wurde?. Aber wie fast jede andere ging auch diese Busfahrt weiter Richtung Ziel: Trbovlje. Auf dem ersten Parkplatz in Slowenien kam es dann zu Verwirrungen bezüglich der Toiletten: Niemand wusste, welche Tür zur Damen- und welche zur Herrentoilette führte. Ein paar Stunden später empfingen uns dann unsere aufgeregten Austauschpartner vor dem Gymnasium in Trbovlje.

F. Vicedom

Freitag, 19. März 2010

Vorfreude und ein Funke Spannung lagen also in der Luft, als wir uns am ersten Schultag in der Schule trafen. Die erste Nacht in einem Land, dessen Sprache keiner von uns beherrschte, war überstanden. Die ersten Fragen zum Kennenlernen waren bereits an die Familie gestellt und jeder von uns hatte nun etwas zu erzählen! Doch lasst uns all die Eindrücke mit Hilfe eines Einblicks in Nadines Tag veranschaulichen?
6.05 Uhr - Das Klingeln meines Weckers reißt mich aus dem Schlaf.
6.23 Uhr - Mühsam schleppe ich mich aus meinem kuscheligen Bett und werde fast von einer Hitzewelle niedergerafft. Wer hat meine Heizung auf die höchste Stufe gestellt? Schnell reiße ich die Fenster auf, wobei mir fast ein Kaktus auf die Füße fällt. Wer stellt seine Zimmerpflanzen vor das Fenster, das man täglich mehrmals öffnet?
6.32 Uhr - Nun stehe ich vor einer geschlossenen Badezimmertür und rätsele, ob sich jemand im Bad befindet oder nicht. Der Versuch nämlich, am Abend zuvor einen Schlüssel für diesen heiligen Raum zu ergattern, ist kläglich gescheitert. Es würde schon niemand hereinkommen, wenn ich im Bad sei. Aber woher weiß ich denn, wenn sich jemand dort aufhält?
6.34 Uhr - Nachdem ich nun durch ein leichtes Kopfnicken der Mutter das Zeichen bekommen habe, dass das Badezimmer frei ist, öffne ich dennoch vorsichtig die Zimmertür.
6.50 Uhr - Das gemeinsame Frühstück ist angesagt.
7.00 Uhr - Noch ein wenig müde rühre ich in meinem Müsli herum und starre auf den WinniPuh-Untersetzer. Meine Austauschpartnerin schläft immer noch, während ihr Vater mir von seinen Erlebnissen in Deutschland erzählt - und wie schön ruhig es doch dort auf dem Land ist. Meinem "zu ruhig" zeigt er jedoch kein Verständnis.
7.30 Uhr - Im Gymnasium angekommen, machen wir vor einer Schließfachwand halt. Mit angezogenen Hausschuhen verabschiede ich mich in einem quasselnden Haufen meiner Mitschüler von meiner neu gewonnen Freundin.
7.35 Uhr - Zum (für alle, die bis dahin noch nicht ganz wach gewesen sind) aufweckenden Gongschlag begrüßt uns die Direktorin der Schule herzlich. Anschließend erhalten wir einige Informationen über Trbovlje, seine Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote.
7. 50 Uhr - Ein Raunen geht durch die Bänke, bis auch noch der letzte Schüler merkt, dass Frau Schmidt gar nicht anwesend ist.
8.46 Uhr - "Vielleicht will sie heute ausschlafen?!" - 1. Theorie für Frau Schmidts Abwesenheit -
9.15 Uhr - Obwohl hier jedes Klassenzimmer mit einem eigenen Computer und einem Whiteboard ausgestattet ist, brauchen die Lehrer genauso lange wie bei uns, bis ein Film zum Laufen gebracht wird.
9.28 Uhr - Die Geografie-Stunde beginnt.
10.10 Uhr - JEDE Zweiergruppe erhält einen Laptop, um nun mit ihrem Wissen ein bereits auf dem Computer erstelltes Quiz über Slowenien zu bearbeiten.
10.50 Uhr - Frustriert und hungrig (es gibt nur 5-minütige Pausen zwischen den Stunden) brechen wir in Richtung Mensa auf. Vielleicht liegt es am Personal, vielleicht an der geringeren Schülerzahl, doch nach nur läppischen zwei Minuten halte ich mein Tablett in der Hand und zeige auf ein eingepacktes Sandwich.
10.59 Uhr - "Vielleicht waren ja die Pralinen vergiftet?!" - 2. Theorie -
11.30 Uhr - Ortswechsel: Rathaus in Trbovlje. Als wir den Saal betreten, warten auf uns schon jede Menge Getränke, Sandwiches und zwei Bürgermeister, wobei sich der 1.Bürgermeister nach einem knappen "Hallo" auch schon wieder verabschiedet. Somit müssen wir uns mit seinem Stellvertreter zufrieden geben, der, wie uns gesagt worden ist, viele Fragen von Seiten der Schüler erwartet. Smart wie wir sind, haben wir uns daher bereits sagenhafte 10 Minuten vor unserem Besuch einige interessante Gedanken überlegt, die wir nun zum Besten geben konnten.
12.24 Uhr - "Vielleicht wollte sie die Begrüßung des Bürgermeisters umgehen?!" - 3. Theorie
12.30 Uhr - Museumsbesuch: Slowenien liebt Power Point!! Nachdem uns mithilfe einer Power Point Präsentation die Geschichte der Minenarbeit/-er dargestellt worden ist und wir bereits brennen vor Neugier, wie diese früher überhaupt gelebt haben, werden wir zu den alten Arbeiterwohnungen geführt. Wir alle zwängen uns in eine derartig kleine Wohnung, dass wir uns kaum noch bewegen können, geschweige denn überhaupt genug Luft bekommen, um zu atmen.
13.40 Uhr - Zu acht brechen wir nach Schulschluss sofort auf zur Jackbar, dem Treffpunkt schlechthin unter den Jugendlichen. Dort wird erst einmal unseren slowenischen Freunden gezeigt, was Billard überhaupt ist! Doch schnell sind die Regeln verstanden und das Spiel bleibt spannend bis zur letzten Minute. Auf eine Revanche in Deutschland!!
15.14 Uhr - Ein angenehmer Duft steigt in meine Nase, als ich am Nachmittag die Wohnung betrete. Schon wieder sitze ich am Küchentisch, während die Mutter mir immer mehr auf meinen Teller häuft, obwohl er schon fast überquillt. Doch ich habe gelernt: Das sind slowenische Portionen.
16.15 Uhr - Sowohl slowenische Straßen als auch slowenische Fahrkünste sind eher holprig, bemerke ich auf unserem kurvigen Weg hinauf zu einem wunderschönen Aussichtspunkt über Trbovlje. Der Wind weht uns die Haare ins Gesicht, Sonnenbrillen werden aufgesetzt und wir genießen einfach nur die Freiheit.
17.00 Uhr - Beinahe wäre dem slowenische Fahrstil ein Dachs zum Opfer gefallen...
17.51 Uhr - Wir ziehen durch Trbovlje zu zweit, zu viert, zu sechst, zu acht?und es nimmt kein Ende.
19.30 Uhr - Endlich haben wir unsere "Einsammeltour" durch die Stadt beendet und steigen skeptisch (der Busfahrer grinst so merkwürdig), aber voller Vorfreude auf den Abend und die berühmte Bowlingbahn in den Bus nach Zagorje.
20.00 Uhr - Inzwischen haben sich noch mehr unserer Mitschüler in der Bowlingbahn eingefunden, die Gruppen sind gebildet, Dehnübungen abgeschlossen: Das Spiel kann beginnen. 21.00 Uhr - Das Bowling ist bereits Nebensache.
22.00 Uhr - Nach 2 Stunden ist die Bahn weniger zum Bowlen und mehr zum Testen dessen, was wir in Englisch so fürs Leben gelernt haben, brauchbar.
22.30 Uhr - Das Bowling ist ganz vergessen.
24.00 Uhr - Der Heißhunger packt uns, doch zum Glück gibt es ganz in der Nähe - nach Aussagen unserer slowenischen Freunde - den weltbesten Döner und Cheeseburger. Wir müssen zugeben: Sie haben uns nicht zu viel versprochen!!!
00.30 Uhr - Unser persönliches Taxi wartet schon, das uns direkt vor die Haustür chauffiert.
02.43 Uhr - Erschöpft falle ich, nach einem Glas Milch und einem netten Gespräch mit meinem Gastvater, mit einem "Lahko no?" in mein warmes kuscheliges Bett.
Was bleibt mehr zu sagen, als dass dies ein gelungener Start in einen spitzen Austausch war, von dem sich jeder auf die Fortsetzung in Deutschland freut.

N. Leisgang & R. Seitz

Samstag, 20.03.2010

Nun begann das große Abenteuer: Wochenende in der Gastfamilie! Mit Sicherheit haben nicht alle das gleiche erlebt, aber ein Großteil von uns ist am Vormittag mit dem Zug in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana gefahren. Und was machen Jugendliche, wenn sie alleine auf die Großstadt losgelassen werden: SHOPPEN!  Die Gruppen erkundeten Ljubljana auf unterschiedlichen Wegen und wussten nichts voneinander. Während die eine Gruppe zuerst ausgiebig shoppen ging und danach viel Spaß beim bowlen hatte, war die andere Gruppe in der Altstadt unterwegs und besichtigte viele Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die vielen alten Brücken, den St. Nikolai Dom oder den Markt, bevor sie sich dann aber auch auf die Shoppingcenter gestürzt hat, doch es wurden hauptsächlich andere Aktivitäten, wie Kart-Bahn und Kino, genutzt. Auch am Wochenende konnten wir die Angewohnheit unserer Austauschpartner genießen, die sich oft in Cafés und Bars aufhalten. Außerdem haben manche von uns die Skiflugweltmeisterschaft in Planica besucht oder sich vom vorherigen Abend erholt. Am Abend sind wir dann unser aller Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: Party. Doch in Slowenien kennt man es anders als in Deutschland. Der Besuch der Disco erfolgt erst nach Mitternacht, da man sich davor in Bars oder auf Basketballplätzen mit seinen Freunden trifft und dann die Disco so gegen 4 oder 5 Uhr morgens erst wieder verlässt. (Dem entsprechend hat man am nächsten Morgen ausgeschlafen).

S. Nickel und K. Barthelmeß

Sonntag, 21.03.2010

Nach einer Nacht in einer Pension sind wir aufgebrochen in Richtung Postojna, um uns mit ein paar anderen Austauschkollegen zu treffen und die Höhlen zu besichtigen. Vorher fuhr ich noch mit meiner Austauschfamilie zu der Burg, in der Erasmus lebte . (Der Mann, der Jahre lange Belagerung überlebte, weil er durch Höhlen in Täler kam und sich Nahrung holte .) In Postojna angekommen, trafen wir die anderen Austauschpartner und -partnerinnen .Sie erzhälten von einem sehr ausgiebigem Wochenende, denn viele von ihnen waren in Discotheken und auf der Bowlingbahn. Ich hingegen war in Planica beim berühmt, berüchtigten Skifliegen, was auch nicht schlecht war. Nachdem wir unseren Austausch der Erlebnisse beendet hatten, ging die Führung in den Höhlen schon los. Wir fuhren mit der einzigen "U-Bahn" in ganz Slowenien in die Grotten, in denen erstaunliche Calciumcarbonatgebilde in biblischem Ausmaß "wuchsen". Die Führung dauerte ca. 2 Stunden und danach gingen wir noch in ein Gebäude, das Ähnlichkeit mit einem Aquarium hatte. In diesem Haus wurden einige Tiere, die in der Höhle, die, nebenbei bemerkt, um mehrfache Male gößer ist als die Tropfsteinhöhle in der fränkischen Schweiz, leben. Dann sind wir alle zu einem Restaurant gefahren ,in dem uns ein 3-gängiges Menü erwartete. Nach Verspeisen des Mahles fuhren wir weiter nach Piran, einer Hafenstadt. Dort angekommen besichtigten wir ein Aquarium mit Haien und Tintenfischen etc. Wir besuchten außerdem noch die Küste und sahen von dort aus sogar schon die Küste von Kroatien. Nach einem so kulturellen Tag brauchten wir alle erst mal eine Pause und sind in eine kleine Bar, in der wir abschalteten und uns auf die 1,5-stündige Heimfahrt vorbereiten. Zuhause angekommen wartete ich mit Primoz nicht lange und wir gingen in die "Jack Bar", um dort wieder alle Austauschkollegen zu sehen, die mit uns gegangen sind. Nach ein oder zwei Kicker-Matche war es auch wieder Zeit heimzugehen...

D. Strobler

 

Sonntag der erste Tag an dem ich ausschlafen konnte, zumindest bis mich um 13.00 Uhr mein Austauschpartner Jure weckte . Am Abend zuvor wurde gefeiert, darum war ich nicht so fidel. Zur ersehnten Dusche hatte ich keine Zeit, da das Mittagessen schon bereit stand. Meine Tauschmutter fragte Jure nach meinem Lieblingsessen; da ihr Englisch nicht das beste ist. Letztendlich gab es Schnitzel. Leider war ich nicht sehr begeistert, da das Schnitzel sehr zäh war und die Beilage nur aus 4cm dickem Weißbrot bestand. Aber nun gut, wenn man hungrig ist, dann bekommt man alles runter. Nachdem das geschafft war, besuchten wir die Großmutter, die nur 50 Meter weiter wohnte. Ich kannte sie schon von Freitag und mir war sie trotz unmöglicher Kommunikation von Anfang an sympathisch, von ihr erhielt ich auch eine Flasche Wein zum Abschied, da sie derselben Auffassung wie ich war. Bei der Oma waren Jures zwei Cousinen zu Besuch die eine war 14 und ging auf die Grundschule (seltsames Schulsystem) und deren Schwester kam von der Hauptstadt, in der sie studiert, extra um mich zu sehen und kennen zu lernen. Sie ist 23.
Letztere war ausgesprochen nett und konnte sowohl Deutsch als auch Englisch; Englisch aber besser. So unterhielt ich mich lange mit dieser. Ich erfuhr unter anderem, dass der Vater von meinem Partner vor 5 Jahren an einer Krankheit gestorben ist und sie die Mutter dafür verantwortlich machen und darum die Familienhäupter im Streit sind. Die nette Omi hat mich mit Plätzchen, Bananen, Äpfeln, Tee und Limo zugestopft, was mir aber nicht sehr viel ausmachte. Als wir gehen wollten, fragte ich Jure, ob ich nicht von hieraus Zuhause anrufen könne da meine Tauschfamilie kein Festnetz besaß (warum auch immer). Nach der Zustimmung seiner Großmutter telefonierte ich das erste Mal nach Deutschland, doch ich sprach nur mit mir selbst (kurz: meinem Anrufbeantworter), aber ich hatte wenigstens eine Möglichkeit entdeckt mit meiner Mama zu sprechen. Nachdem auch das passiert war, gingen wir zu Jures bestem Freund, einem 20Jährigen, der sich mithilfe von Spongebob selbst Deutsch beibrachte und das fließend spricht und auch noch richtig. Er hatte einen Kicker, bei dem ich komischerweise nie verloren habe. Dann kam uns die Idee nach Laschko in ein großes Schwimmbad zu gehen. Mir gefiel diese Idee sehr gut und meinem Partner ebenfalls da wir beide vom Tag zuvor körperlich down waren. Also fuhren wir 3 ca. eine Stunde nach Laschko. Da ich nicht sehr viel erwartet hatte, war ich umso begeisterter, als ich sah, wie dieses Thermalbad aussah.
Es war hochmodern warm und riesig; 4 verschiedene Wirlpools ragten wie Pilze vom Hauptbecken nach oben, die Dachkuppel war verglast, es gab ein Wellenbecken, ein Außenbecken, eine Sauna, ein Restaurant usw. Wir chillten in diesem Bad und redeten viel über unsere Länder, unser Zuhause, Slowenien und die Vergangenheit. Nach 2,5 Stunden wollten wir etwas essen, doch das Restaurant hatte bereits geschlossen. So blieben wir noch eine halbe Stunde und machten uns mit leeren Magen auf die Heimreise. In Trbovlje angekommen, machte mein Partner den Vorschlag zum Döner zu gehen, was mir sehr gefiel. Der Döner war spitze groß und saftig und innerhalb von 5 Minuten gegessen .Nachdem alle soweit waren fuhr uns sein bester Freund nach Hause, wo ich mich mit vollem Magen, entspanntem Körper und entspannter Seele in mein Bett legte (denn es war bereits nach 11 Uhr) und schlief, bis mich am Montag mein Wecker um 5.45 Uhr aus dem Bett holte.

J. Bucher

Montag, 22.03.2010

Unser Tag begann in der Schule, dem Gimnazija in ekonomska srednja sola Trbovlje, mit Unterricht und zwar mit zwei Stunden Chemie. Herr Medves zeigte uns im Klassenzimmer 19 in der Zeit zwischen 7.35-9.10 Uhr (1+2 Stunde!), wie man Aspirin herstellen kann.
Anschließend stellte er uns noch einen lustigen Versuch mit Spülmittel vor.
Nun brachen wir um 9.15 Uhr mit einem lila Bus und Frau Bola-Zupancic, unserer Geografie- Lehrerin, zu dem Ausflug nach Sempeter und anschließend nach Ptuj auf. In Sempeter, Herrn Schröttels Lieblingsstation, war ein alter römischer Friedhof, bzw. die Grabmäler, die sehr gut erhalten waren. Sascha, der an diesem Tag leider etwas verschlafen hatte, musste als "Strafe" die lateinischen Inschriften übersetzen. Unsere Führerin war sehr nett, sie erzählte viel über die Bilder auf den Grabmälern, die Geschichten über die Götter, die dort abgebildet waren, und vieles vieles mehr und zwar auf DEUTSCH. Beispielsweise, dass man anhand der Kleidung der Personen, die auf den Steinen abgebildet waren, erkennen konnte, zu welcher Zeit das Grabmal gebaut wurde, da zu dieser Zeit diese Kleidung modern war. Es gab vier Grabmäler zu bewundern: das Schönste; das Älteste; das Jüngste; das Größte.
Jetzt fuhren wir weiter nach Ptuj. Dort gingen wir zu einer Kirche, der Ptujska gora. Ein Mönch (diese Mönche waren einst auch in Schwarzenberg) öffnete. Wir schauten uns einen interessanten Film über verschiedene Details der Kirche an, wie zB. den Aufbau. Adelige Leute bauten sie an dieser Stelle, an der ihre blinde Tochter wieder sehen konnte, da sie Gott so dankbar waren. Besonders an dieser Pilgerkirche ist, dass eine Marienstatue in ihr steht, die einen sehr großen Gnadenmantel trägt. Danach gingen wir auf die Burg von Ptuj. Hier erzählte uns unsere Lehrerin noch einige Details, danach hatten wir Freizeit. Wir bekamen Karten in die Hand gedrückt und sollten nach einiger Zeit an einer bestimmten Stelle in der Stadt sein ;-). Um 17 Uhr kamen wir an unserer Schule an.
Am Abend feierten wir mit unseren Austauschpartnern den 16. Geburtstag von Katharina Feßler in der uns mittlerweile wohlbekannten Jack Bar. Doch an dieser Stelle wollen wir nicht zu viel verraten =).

A. Kemmerer & M. Thiel

Dienstag, 23.03.2010

Heute hatten wir die vollen 7 Stunden Unterricht; das heißt von 7.35 bis 13.40, mit einer 25minütigen Pause um 10.50 Uhr. Die ersten drei Stunden Slowenisch dienten uns zum Erlernen einiger slowenischer Sätze. Hier ist eine kleine Kostprobe:
Slowenisch - Deutsch
Dober dan - Guten Tag
Prosim - Bitte
Hvala - Danke
?ejen sem - Ich bin durstig
Lahko jutro - Gute Nacht
Außerdem begannen wir das Lied Country Roads strophenweise Englisch und Slowenisch abwechselnd zu lernen, was uns einigermaßen schwer fiel. Im Englischunterricht bei Frau Prezlj unterhielten wir uns über "weddings". Bei einem Rollenspiel darüber konnten wir unsere Englischsprachkenntnisse unter Beweis stellen. Danach war erst einmal Pause. Im Informatikunterricht erhielt jeder Schüler einen Laptop, mit dem er frei nach seinen Wünschen im Internet surfen durfte. Die Physiklehrer Herr Berk und Herr Grilc führten uns einige interessante Experimente zum Thema Elektrizität vor.
In der zweiten Physikstunde erledigten wir in Gruppen Aufgaben zum Thema Stromkreislauf. Insgesamt gesehen war es ein anstrengender aber doch sehr informativer Tag.

P. Schmidt

Mittwoch, 24.03.2010

Um halb acht begann für uns dir erste Stunde mit Herrn Schröttel und Frau Schmitt, wo wir unsere Projektgruppen einteilten und die Themen über unseren Aufenthalt in Slowenien festsetzten. In Biologie wiederholten wir die Zellorganisation und den Aufbau einer prokaryotischen und einer eukaryotischen Zelle, die wir danach auch noch durch ein Mikroskop betrachten konnten. In dem Biologiesaal befanden sich außerdem noch Aquarien mit Fischen und einer Schildkröte! Danach begannen wir unseren Ausflug, wobei unsere erste Station Bogen?perk war. Dies ist ein Schloss, das um 1511 errichtet wurde. Der wohl berühmteste Eigentümer dieses Schlosses war Janez Vajkard Valvasor. Er war einer der ersten Kartographen dieses Landes und schrieb das erste Buch über Slowenien, das über 3000 Seiten umfasst und auch noch heute in Bogen?perk zu besichtigen ist. Auch kann man dort noch unter anderem die Schlossbibliothek und eine Jagdabteilung besichtigen, was auch wir in einer Führung taten.
Weiter fuhren wir nach Ljubljana, die Hauptstadt von Slowenien. Hier bekamen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu Gesicht, wie z.B. die Drachenbrücke und die Burg, die auch auf der Flagge von Ljubljana zu sehen sind. Nach der 1,5 Stunden langen Führung hatten wir genauso lang Freizeit, in der wir essen und shoppen gehen konnten. Pünktlich um 17 h kamen wir wieder in Trbovlje an.

K. Feßler

Donnerstag, 25.03.2010

In der ersten Stunde hatten wir bei Herrn Beton und Frau Kolar eine Stunde Psychologie, in der wir den Prozess des Erwachsenwerdens und die in dieser Zeit aufkommenden Konflikte behandelten.
Ein Konflikt war beispielsweise zwischen Lehrer und Schüler:
Janek spielte den Lehrer und Herr Schröttel den Schüler, der sich bei seiner Lehrkraft für eine angeblich unfaire Note beklagen sollte. Doch als der Schüler (Herr Schröttel) bemerkte das seine Beschwerde auf Uneinsichtigkeit trifft, verlor er die Beherrschung und schrie den Lehrer (Janek) an: "Bad grades, bad grades!" und stürmte aus dem Klassenzimmer.
In der zweiten Stunde hatten wir wieder eine Stunde Slowenisch, in der wir unser Lied, das wir auch schon am Dienstag geübt hatten, weiter einstudierten. Dann hatten wir den restlichen Schultag (also bis 13:40) Posterarbeit mit Herr Schröttel und Frau Schmidt. In dieser Zeit herrschte eine sehr lustige Stimmung im Raum, obwohl jeder seiner Arbeit nachging. Die Ergebnisse könnt ihr in der Aula bestaunen. Herr Schröttel bewertete sie als die besten, die er bei seinen Austauschen gesehen hatte.
Am Nachmittag befand sich jeder bei seiner Gastfamilie und bereitete sich mehr oder weniger auf die Endveranstaltung um 18:00 vor, die in der Sporthalle des Gymnasiums statt fand.
Der Abend begann wie jeder offizielle Schulabend mit einer Rede der Schuldirektorin die für uns Deutsche von einer Deutschlehrerin übersetzt wurde. Weiter ging es mit einer Tanzperformance zweier Schülerinnen zu dem Lied Tik Tok von Kesha. Nun waren die Deutschen an der Reihe. Zuerst stellten sich Sabine und Sascha, auf slowenisch, dem Publikum vor und Katharina, Lena und Carolin zeigten einige Phrasen, die wir im Slowenischunterricht gelernt hatten. Auch an Musik fehlte es nicht. Es wurde von einer Klasse ein Lied, das die Präpositionen für den Dativ einfacher machen sollte, vorgetragen, die Deutschen sangen Country Roads in englisch, slowenisch und deutsch und zwei Slowenen sangen Schnappi das kleine Krokodil. Die Plakate, die am Vormittag entstanden waren, wurden vorgestellt und eine Power Point Präpositionen wurde gezeigt, in der die Deutschen ihre Eindrücke zeigten. Zu guter Letzt tanzten 4 Paare (4 Slowenen, 4 Deutsche) zusammen Polka, was sich zu einer riesigen Polonaise entwickelte.
Dies war der offizielle Teil.
Direkt nach diesem verließen wir die Halle und machten uns auf dem Weg zu einer eigens für uns gemieteten Disco (Flash), um gebührend unseren Abschlussabend ausklingen zu lassen. Alle Teilnehmer des Austausches waren anwesend und es wurde gefeiert, gesungen und getanzt. Die Stimmung war grandios. Auch weil sich immer wieder ein paar Tapfere an den vorhanden Stangen als Poletänzer/-innen versuchten. Um halb 12 verließen wir die Disco, weil diese schließen musste und begaben uns für einen kleinen Mitternachtsimbiss zu einer Dönerbude, an der, leider viel zu früh, unser gemeinsamer Abend endete und jeder zu seiner Familie zurückkehrte.

C. Belz & K. Schäfer

Freitag, 26.03.10

Die letzten Dinge wurden gepackt, man hat sich von der Gastfamilie verabschiedet und dann gings auf zur Schule. Um 8 Uhr kam der Bus und dadurch der Abschied von den Austauschpartnern, der vielen wirklich nicht leicht viel. Eine viertel Stunde später dann die Abfahrt.
Wir kamen durch den Ort Lasko, den man entweder wegen eines Reformators oder aber des dort abgefüllten Bieres bewundern konnte. Die Fahrt wurde außerdem durch einige "Wenn ich du wäre?"-Aktionen aufgelockert. Je näher wir der Heimat kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Ansonsten gab es aber keine größeren Vorkommnisse. Um ca. 18 Uhr waren wir dann schließlich in Scheinfeld, wo einige von uns in einer Polonaise aus dem Bus tanzten. Dann wurden nur noch die Koffer geholt und es ging ab nach Hause.
Ach ja: Herr Schröttel lobte uns, dass wir die beste Gruppe waren, mit der er je nach Slowenien gefahren ist.

L. Hartlehnert

   

Jubiläums-Austausch mit Slowenien

Scheinfelder Schüler in Slowenien (März 2008)

Bilder unserer Partner-Schule vom Slowenienaustausch.

Donnerstag, 06. März 2008

SlowenienAm 6.3.2008 sind wir um ca. 8.30 Uhr in Scheinfeld vor der Schule weggefahren.
Am Chiemsee vorbei durch Österreich und nach 10-stündiger Fahrt, ohne Stau, kamen wir endlich in Slowenien an.
Die Aufregung stieg spürbar, je näher wir Trbovlje kamen, aber dort wurden wir sehr herzlich empfangen.
Jeder wurde von seiner Gastfamilie abgeholt und hat mit ihr den restlichen Abend verbracht, um sich kennen zu lernen.

S. Girscht, L. Heintz

Freitag, 07. März 2008

SlowenienHeute ist der erste Tag unseres Schüleraustauschs in Slowenien. Nach der kurzen Nacht bei unseren Partnern zu Hause treffen wir uns alle am Morgen im Gymnasium wieder. Es gibt viel zu erzählen, doch uns bleibt wenig Zeit, denn um 8.20 Uhr werden wir von Frau Hole?ek freundlich in dem uns zur Verfügung gestellten Klassenzimmer begrüßt. Sie heißt uns herzlich willkommen in Trbovlje und bringt ihren Stolz über den langjährigen Austausch mit Scheinfeld zum Ausdruck. Durch ihre Offenheit gewinnt sie sofort die Sympathie aller Schüler.
Wir erstellen anschließend ein Plakat mit all unseren Erwartungen für die folgenden 10 Tage. Darauf besichtigen wir die wichtigsten Räume des Gymnasiums, sprich Bibliothek, Physik- und Biologiesaal, Sporthalle.
SlowenienUm 9.30 Uhr steht der Termin beim Bürgermeister an, der leider zu dieser Zeit nicht im Haus ist. Deshalb werden wir herzlich von seinem Stellvertreter empfangen. Er berichtet uns ausführlich über die Geschichte der Stadt, ihre Erfolge, Sehenswürdigkeiten und zukünftigen Pläne. Nachdem er schließlich auch unsere Fragen mit großer Sorgfalt beantwortet hat, werden wir mit Getränken und Sandwiches versorgt. Anschließend laufen wir gemeinsam zum Museum und bekommen dort eine knappe Präsentation über das berühmte Bergwerk in Trbovlje. Um die Arbeits- und Lebensbedingungen der Minenarbeiter besser nachvollziehen zu können, besichtigen wir darauf deren "Wohnungen", was sehr interessant ist.
Etwas in Eile, da die Besichtigung des Museums länger gedauert hat als vorausgesehen, laufen wir zum Gymnasium zurück, um dort nicht zu spät zu unserer Englischstunde bei Frau Vozelj zu erscheinen. Wir singen das Lied "Itsy Bitsy Spider", zuerst in Englisch, dann in Slowenisch (Mali Hitri Pajek), was uns allen ziemlich schwer fällt. In der letzten Stunde haben wir Geschichte bei Herrn Kosec. Er zeigt uns einen Film über den bekannten slowenischen Reformator Primo? Trubar, zu dem wir später Fragen beantworten sollen. Das ist für die meisten von uns kein Problem, da der Beitrag in Deutsch gezeigt wird. Den Nachmittag verbringen wir dann mit unseren Partnern.

N. Kleinlein, Ch. Schmer

Samstag, 08. März 2008

Am Samstag ging es früh los. Um 8:00 Uhr mussten wir raus aus unseren gemütlichen Betten und ab ins Auto nach Bled. Zwei Stunden lang fuhren wir durch Nieselregen und hofften, dass das Wetter doch noch umschlagen würde.
Wir hatten Glück. Als wir am Fuße der Burg ankamen, die auf einem Felsblock am Bleder See steht, war es zwar noch immer bewölkt und etwas neblig, doch wir blieben wenigstens trocken. Zur Burg führte ein etwas steiler und rutschiger Pflasterweg, den wir aber auch erfolgreich erklommen. Wir mussten nur noch die Zugbrücke überqueren und an den Wehrtürmen vorbei, dann waren wir auch schon im Zentrum der Burg. Mein Gastvater hatte mir schon von der tollen Aussicht erzählt, die man von der Burg haben soll, doch leider bekam ich die nicht zu sehen. Es waren zwar ein paar verhangene Berggipfel zu sehen und etwas undeutlich die berühmte Insel mitten im See, doch mehr leider auch nicht. Trotzdem wurde alles genau mit dem Fotoapparat festgehalten.
Zum Trost ging es weiter in die burgeigene Druckerei. Ein in historischer Tracht gekleideter Mann fertigte mit einer altertümlichen Druckerpresse Urkunden mit einem Motiv der Burg nach Wahl an. Meine Gastfamilie war sofort Feuer und Flamme und bestand darauf, dass ich mir eine solche Urkunde machen lasse. Während der Druckermeister alles vorbereitete, erzählte er etwas über die Geschichte der Burg und dann durfte ich auch selbst Hand anlegen, indem ich den Hebel zum Pressen betätigte. Wie schon die Asiatinnen vor mir schaffte auch ich es nicht, den Hebel allein durchzudrücken, und wie auch schon vorher, lachten die umstehenden Leute und der Profi half. Von diesem Spektakel drehte meine Gastfamilie sogar ein Video, um dieses Ereignis für immer festzuhalten. Zum Schluss wurde mir noch erklärt, dass ich mit dieser Urkunde so viel Wasser aus dem See trinken dürfte, wie ich will. Na vielen Dank.
Bevor wir die Burg verließen, machten wir noch einen Abstecher in den Weinkeller, der von einem Mönch beaufsichtigt wurde. Mein Gastvater und der Mönch, der auch Deutsch sprach, empfahlen mir einen Wein für meine Familie zu Hause und es wurde wieder fleißig fotografiert.
Mit dem Auto fuhren wir nun zum See und machten einen kleinen Spaziergang, bei dem noch unzählige Fotos von Tami, mir und den vielen Enten gemacht wurden. Schließlich ruhten wir uns in einem netten Teehaus aus und ich durfte die berühmte Bleder Sahneschnitte (krem?nita) probieren, auf die meine Gastfamilie ganz wild ist. Sie war wirklich sehr lecker, doch besteht sie vor allem aus einer Schicht süßer Sahne, einer Vanillefüllung und hauchdünnem Blätterteig und viel Vanillezucker. Diabetiker sollten davon auf jeden Fall die Finger lassen.
Nach dieser kurzen Pause wollten wir auf die Insel. Eigentlich war geplant, mit einer traditionellen ,Pletna' hinüberzufahren, in der man zur Insel gerudert wird, doch leider gab es wegen des schlechten Wetters keine Überfahrten. Also mussten wir uns mit einem Motorboot begnügen, in dem ich auch zwei Deutsche traf, die das Wochenende in Bled verbrachten. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit, um die kleine Insel anzusehen. Wir besichtigten die Kirche und läuteten natürlich die Wunschglocke. Es wurden wieder zahlreiche Bilder gemacht, wie sich einer nach dem anderen an das lange Seil hang und die Glocke mehr oder weniger laut zum läuten brachte. Es wurden noch die Schwäne am Boot fotografiert, dann ging es auch schon wieder zurück aufs Festland. Wir wanderten noch einmal am See entlang zum Auto und mir wurde erzählt, dass es im Sommer auch Kutschfahrten um den See gibt, die sehr lustig sein sollen, aber auch teuer.
Vor unserer Rückfahrt besichtigten wir noch eine schöne Kirche in Brezje, dann fuhren wir wieder zurück nach Hrastnik. Dort gingen wir zusammen mit Tamis Freundin Xenja Pizza essen. Den Rest des Abends verbrachten wir mit Freunden beim Bowlen.
Der Tag war zwar anstrengend, aber auch sehr unterhaltsam. Schade war nur, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat, doch die gute Laune konnte uns dadurch nicht verdorben werden.

I. Bruder

Sonntag, 09. März 2008

An diesem Tag hatte mein Gastvater Geburtstag. Er und meine Gastmutter hatten das Wochenende in dem Ferienhaus der Gastfamilie in den Bergen verbracht.
Da der Geburtstag in dem Ferienhaus gefeiert wurde, wurden meine Austauschpartnerin Katarina und ich von ihrer Tante und deren Sohn, der auch einen deutschen Austauschpartner hatte, gegen Mittag abgeholt und in das Ferienhaus gebracht.
Wir aßen dort und wurden gleichzeitig mit der Verwandtschaft bekannt gemacht. Nach zwei Stunden sind wir wieder heimgefahren.
SlowenienUm 17:30 Uhr sind alle deutschen und slowenischen Austauschpartner nach Ljubljana in ein Theater gefahren. Da es leider auf Slowenisch war, war es schwer dem Inhalt zu folgen. Unsere Austauschpartner bemühten sich jedoch, uns die Zusammenhänge näher zu bringen, indem sie immer wieder kurz den Inhalt zusammenfassten.
Gegen Mitternacht kamen wir wieder zuhause an und gingen ins Bett.

L. Müller

Montag, 10. März 2008

SlowenienHeute hatten wir ausschließlich Unterricht. Dieser begann jedoch erst zur 2. Stunde. In dieser und der 3. Stunde hatten wir Slowenisch bei Frau Medved und lernten einiges Grundlegendes über die slowenische Sprache. Auch einige ihrer Besonderheiten sowie historische Ereignisse wurden uns näher gebracht. Als plötzlich und unerwartet um 9.55 Uhr, dem Beginn der großen Pause, laute Musik durchs Klassenzimmer schallte, waren wir positiv überrascht und wollten diesen "Brauch" sofort für unsere Schule übernehmen.
In den nächsten beiden Stunden wurden wir von Frau Bola-Zupan?i? in slowenischer Geographie belehrt. Dort haben wir über geographische Unterschiede zwischen Slowenien und Deutschland gesprochen und unser neugewonnenes Wissen mit Hilfe einiger Arbeitsblätter gefestigt. Zudem haben wir modernste Medien wie Fernsehen und PC genutzt, um einige wunderschöne Plätze Sloweniens kennen zu lernen.
In der darauf folgenden Stunde hatten wir Mathe bei Frau Kova? Gregor?i?. Zu unser aller Freude waren ihre Aufgaben schnell von uns gelöst, da uns dieser Stoff aus dem ersten Halbjahr nur zu gut bekannt war.
Die letzte Stunde empfanden wir alle definitiv als Highlight des Tages. Denn hier haben wir das uns unbekannte Fach Psychologie bei Frau Pu?nik kennen gelernt. In Gruppenarbeit mussten wir über Fragen und Eigenheiten des anderen Geschlechts sprechen und diese in einer Gesprächsrunde vortragen. Hierbei musste jeweils das andere Geschlecht Rede und Antwort stehen. Im Großen und Ganzen war dieser Tag lehrreich und interessant!

V. Neumeister, S. Mai

Dienstag, 11. März 2008

Unser Tag begann um 8:20 Uhr mit Biologieunterricht bei Frau U?mah. Dort erklärte sie uns anhand einer Power Point Präsentation die Unterschiede zwischen einer prokariotischen und einer eukariotischen Zelle und deren Aufbau. Unser Wissen konnten wir anschließend bei einem kleinen Spiel anwenden.
SlowenienAnschließend machten wir uns an diesem sehr verregneten Tag auf nach Bogen?perk, ein Schloss, das auf unserem Weg nach Ljubljana lag. Dort machten wir eine ca. einstündige Führung. Das Schloss wurde im Jahre 1511 erbaut, von den Herren von Wagen. Der wohl berühmteste Besitzer war der bekannte Polyhistor Janez Vajkard Valvasor Ende des 17. Jahrhunderts. Wir besichtigten die Räumlichkeiten des Schlosses, in denen Bücher, alte Landkarten, traditionelle Kleidung, Kupferstiche etc. ausgestellt waren.
Um 11:15 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien. Dort angekommen hatten wir erst einmal eine halbe Stunde um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Anschließend fand bei strömendem Regen eine einstündige Stadtführung statt. Unser Weg begann an der Universität, die im Jahre 1895 erbaut wurde, und führte immer weiter ins Stadtzentrum. Ein Großteil der Gebäude im Stadtinneren wurde im Barock- oder Jugendstil gebaut. Unser Stadtrundgang endete auf einer der legendären drei Brücken. Dann hatten wir 1,5 Stunden Freizeit, die viele mit Shoppen oder einem Gang zu McDonalds verbrachten. Um 15:40 Uhr setzte sich der Bus erneut in Bewegung, um uns zurück nach Trbovlje zu bringen. Um ca.17:00 Uhr erreichten wir die Heimat unserer Gastfamilien.

M. Hufnagel, N. Maier

Mittwoch 12. März 2008

Mittwoch hatten wir einen strammen Schultag vor uns, der sich doch zum Schluss als ziemlich lehrreich und lustig entpuppte.
In den ersten zwei Unterrichtsstunden hatte Frau Medved das Vergnügen, unser Slowenisch ein wenig aufzubessern.
Wir haben gelernt, uns vorzustellen, und Frau Medved gab uns auch einen kleinen Einblick in die slowenische Grammatik; das sah dann so aus:
Zivijo! = Hallo!
Jaz sem Hugo. = Ich bin Hugo.
Prihajam iz Scheinfelda. = Ich wohne in Scheinfeld.
To je v Nemiciji. = Ich komme aus Deutschland.
Imam eno sestro. = Ich habe eine Schwester.
Rada jaham konja. = Ich mag /mein Hobby ist reiten.
Danach hatten wir eine Pause, bevor wir Physikunterricht bei Frau Simoncic hatten.
Dort haben wir in Gruppenarbeit mit Versuchen und Rechnungen und mit der Unterstützung von Frau Simoncic unser Wissen über Widerstände und Schaltbilder aufgefrischt.
Nach der Physikstunde hatten wir noch eine Geschichtsstunde bei Herrn Kosec, der uns für unseren am nächsten Tag stattfindenden Ausflug nach Sempeter schon ein bisschen Hintergrundinformation vermittelte. Er erzählte uns über die Römer, die zu der Zeit in Slowenien lebten.
Er hat uns auch Essen zum Probieren mitgebracht, das in Slowenien von den Römern gegessen wurde. SlowenienDie letzen Stunden des Schultags waren Sport. Da die Herren Pajik und Drecnik erkrankt waren, mussten Kollegen von ihnen den Sportunterricht übernehmen.
Der Sportunterricht war ziemlich locker und jeder konnte den Sport machen, den er selbst wollte, Hauptsache Bewegung.
So ging ein weiterer Schultag zu Ende.

V. Palzer

Donnerstag, 13. März 2008

Heute ging unsere Reise nach Maribor.
Auf der Hinfahrt legten wir einen kleinen Stopp am römischen Friedhof in ?empeter ein. Dort bekamen wir eine kleine Rundführung, die ca. eine Stunde dauerte wobei uns die einzelnen Grabmäler erklärt wurden.
Danach fuhren wir weiter nach Maribor. Dort angekommen wurden wir sofort von unserem Reiseführer empfangen und unsere Stadtführung begann.
Diese dauerte wieder ca. eine Stunde. Unter anderem wurden uns 2 Kirchen gezeigt und andere wichtige Sehenswürdigkeiten. Anschließend hatten wir noch 1,5 Stunden Freizeit, die jeder Schüler frei gestalten konnte. Einige gingen ins Café und genossen bei dem schönen Wetter eine Tasse Kaffee. Andere wiederum schauten sich den Rest der Stadt an.
Um ca. 16 Uhr ging es wieder mit dem Bus Richtung Trbovlje.
Dort angekommen wurden die Schüler von ihren Gastfamilien empfangen. Der Rest des Tages wurde von jedem anders gestaltet. So gingen einige in eine Kneipe und genossen dort ihren Abend, während andere ihren Abend mit der Familie verbrachten.
Alles in allem war der Ausflug sehr gelungen. Die Stadt ist sehr sehenswert und durchaus empfehlenswert.

K. Reif

Freitag, 14. März 2008

Am letzten Tag ging es dann noch einmal für alle in die Schule. Dort besuchten wir noch ein letztes Mal den Slowenischunterricht bei Frau Medved und konnten unter Beweis stellen, was wir bereits gelernt hatten, indem zwei von uns einen Dialog auf Slowenisch vorlasen, den sie auch bei der Abschlussfeier vorspielen sollten. Nachdem wir Frau Medved noch ein paar Fragen über die slowenische Schule und ihre Eigenheiten, wie die Musik in der Pause, stellen durften, hieß es dann, die Vorbereitungen für die Abendveranstaltung zu treffen. Die deutschen Schüler sollten Plakate über ihren Aufenthalt in Slowenien basteln und diese dann bei der Abschiedsfeier den Gastfamilien vorstellen. Dies beanspruchte den restlichen Vormittag, und danach konnte jeder zurück in seine Gastfamilie, um sich für die Reise fertig zu machen.
Um fünf Uhr sollten wir dann in der Turnhalle für die Generalprobe erscheinen. Eine Stunde später fing das Event schließlich an und es folgten viele verschiedene Darbietungen von deutschen und slowenischen Schülern. Von kleinen Dialogen bis zu einem Zitterkonzert war alles dabei. Am Ende des Abends nach einer kleinen Stärkung in Form von Kuchen und Obst, wurde noch Musik organisiert und die Schüler durften noch bis halb 10 in der improvisierten Disko feiern.

I. Abele, V. Tiefel

Samstag, 15. März 2008

SlowenienPünktlich um 7:45 Uhr trafen sich alle Austauschteilnehmer mit ihren Gastfamilien vor dem Gymnasium in Trbovlje. Nachdem alle ihr Gepäck verstaut hatten, war es an der Zeit, sich von den Austauschpartnern und deren Familien sowie von neu gewonnenen Freunden zu verabschieden, was manch einem ziemlich schwer fiel. Traurig, aber auch voller Vorfreude, da es ja nur ungefähr drei Wochen dauern würde, bis man die slowenischen Freunde in Scheinfeld begrüßen konnte, begannen wir die Heimreise.
Die meisten nutzten die Busfahrt, um Schlaf nachzuholen, aber auch zum Musikhören oder Lesen. Nach zehn Stunden Fahrt, vier Pausen und Stau bei München erreichten wir endlich Scheinfeld. Dort wurden wir schon sehnsüchtig von unseren Familien erwartet und empfangen. Nun kann der 2. Teil des Austausches kommen!!

N. Kästner

Jubiläumsveranstaltung 15 Jahre Schüleraustausch Scheinfeld - Trbovlje am 18. April 2008 in der Wolfgang-Graf-Halle in Scheinfeld

Programm

  • Abba Medley; Everybody needs somebody; Latin Party: Bigband des Gymnasiums Scheinfeld (Leitung: DML Marcus Marr)
  • Begrüßung: OStD Dr. Kurt Leibold
  • Szene aus "Romeo und Julia" von William Shakespeare: Theatergruppe Gymn. Scheinfeld (Leitung: OStRin Suzanne Nennmann)
  • Grußwort des Gymnasiums Trbovlje: Frau Hedvika Vengunst (stellvertretende Schulleiterin)
  • Sprachspiel: Klasse 8 c Gymn. Scheinfeld (Leitung: StR Peter Reus)
  • Grußwort: Bürgermeister Ernst Scheuenstuhl
  • Europäische Folksuite: Blanka und Rainer Huth, Dr. Martin Holzapfel, Johannes Krapp, Christoph Weiß
  • Swing the "Prélude" (M.A.Charpentier; Arr. H.O.Millsby); Somebody loves me (G. Gershwin); Hallelujah, I just love him/her so (R. Charle; Arr. R. Sund): Schulchor des Gymn. Scheinfeld (Leitung: StR Stephan Wagner)
  • Festansprache: Dr. Ingo Friedrich (Quästor des Europäischen Parlaments)
  • Slowenischer Volkstanz: Tanzgruppe Gymn. Trbovlje
  • Computerpräsentation: Teilnehmer/innen am Austausch Gymn. Trbovlje
  • Power-Point-Präsentation; Übergabe der CD-Rom: Teilnehmer/innen am Austausch Gymn. Scheinfeld
  • Gemeinsames Volkslied: Teilnehmer/innen am Austausch beider Gymnasien (Leitung: Sa?a Meved)
  • Hymnus Latinus Europae: alle Anwesenden unter Begleitung der Bigband Gymn. Scheinfeld

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Im Anschluss an das Programm steht ein Buffet mit slowenischen und fränkischen Spezialitäten zur Verfügung. Allen, die dazu beigetragen haben, herzlichen Dank!

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Die Organisatoren des Abends, OStR Wolfram Schröttel und StR Peter Reus, bedanken sich bei allen Mitwirkenden, wünschen allen Gästen einen angenehmen Abend und hoffen auf eine möglichst lange Zukunft dieses traditionell erfolgreichen Austausches!

Hymnus Latinus Europae

Est Europa nunc unita
et unita maneat!
Una in diversitate
pacem mundi augeat.

Semper regant in Europa
fides et iustitia
et libertas populorum
in maiore patria.

Cives, floreat Europa,
opus magnum vocat vos.
Stellae signa sunt in caelo
aureae, quae iungant nos.
Europa ist nun vereint
und vereint möge es bleiben;
seine Einheit in der Vielfalt
Möge zum Weltfrieden beitragen.

Immer mögen in Europa herrschen
Glaube und Gerechtigkeit
und die Freiheit seiner Völker
in einem größeren Vaterland.

Bürger, Europa möge blühen,
eine große Aufgabe ruft euch.
Goldene Sterne am Himmel sind
Die Symbole, die uns verbinden.

Impressionen vom Jubiläumsabend

Slowenien Slowenien
Slowenien Slowenien
Slowenien Slowenien
Slowenien Slowenien
Slowenien Slowenien
Slowenien Slowenien

Fotos: Andreas Ebneth

Lehrerkollegium aus Trbovlje in Scheinfeld (2007)

Die Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Scheinfeld und dem Gymnasium in Trbovlje ist an und für sich schon etwas Besonderes, bietet sie den Scheinfelder Gymnasiasten doch als einzigen in ganz Bayern die Möglichkeit eines Schüleraustausches mit dem Neu-EU-Mitglied und jüngsten Teilhaber am Euro Slowenien. Noch ein zweites Merkmal hebt diese Partnerschaft aber gegenüber anderen Austauschprogrammen heraus: Zwischen Scheinfeld und Trbovlje gibt es nicht nur einen jährlichen Schüleraustausch, sondern auch die Kollegien der beiden Schulen als ganze sind miteinander befreundet und besuchen sich gegenseitig.


Slowenien

So waren von Donnerstag bis Samstag immerhin 18 Lehrkräfte aus Slowenien in Scheinfeld zu Gast und genossen das vom Personalrat am Gymnasium Scheinfeld organisierte Programm. Schon nach der Ankunft am Donnerstagabend gab es erste Gelegenheit beim Abendessen zu einem Gespräch zwischen Kollegen beider Schulen. Der Freitag begann für die Gäste mit einem kurzen Stadtrundgang in Scheinfeld, ehe sie von Gerd Porzelius durch das Gymnasium geführt wurden. Bei diesem Rundgang fiel einigen slowenischen Kollegen die wohltuend konzentrierte Arbeitsweise und Disziplin in den Klassen positiv auf. Nach einer Kaffeepause mit von Scheinfelder Kolleginnen selbst gebackenen Kuchen erfolgte die offizielle Begrüßung durch Schulleiter Dr. Kurt Leibold, der den slowenischen Kollegen das Gymnasium Scheinfeld und das bayerische Bildungssystem vorstellte.

Begleitet von Peter Reus begaben sich die Gäste anschließend in Freilandmuseum Bad Windsheim, wo sie sich nicht nur von der Führung, sondern insbesondere von den Darbietungen im Rahmen der Mittelaltertage tief beeindruckt zeigten. Der Höhepunkt des Besuches war jedoch zweifellos der Begegnungsabend der beiden Kollegien im Gasthof Tannenhof in Markt Taschendorf. Zur Feier des "Welttags des Lehrers" stärkte man sich mit fränkischen Spezialitäten, frischte alte Bekanntschaften von den Austauschfahrten und dem letzten Kollegenbesuch vor fünf Jahren auf oder schloss neue. Ein spontan gebildetes Quartett unter Leitung von Rainer Huth (Violine) mit Hermine Fischer, Christoph Weiß (beide Gitarre) sowie Johannes Krapp (Gitarre und Trompete) begeisterte die Anwesenden mit fränkischer, irischer und sogar slowenischer Volksmusik. Spontan schloss sich auch Gastwirt Schorr mit seiner Ziehharmonika an und animierte einige Paare sogar zum Tanzen.


Slowenien

Am Samstagmorgen hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Die Gäste begaben sich zu einer letzten Besichtigungsrunde nach Nürnberg, um dann die Heimfahrt anzutreten. Ein Gegenbesuch Scheinfelder Kollegen ist für nächsten Oktober geplant, um diese einmalige Verbindung zwischen ganzen Kollegien weiter zu vertiefen.

Die Verantwortlichen für den Schüleraustausch, Marija Holesek und Marjetka Kavel auf slowenischer Seite sowie (in diesem Schuljahr) Peter Reus und Wolfram Schröttel auf Scheinfelder Seite nutzen die Begegnung auch für erste Planungen des diesjährigen Austausches, dem insgesamt fünfzehnten. Das Jubiläum soll das Programm der Fahrten mitprägen, insbesondere ist für den 18. April ein großer Festabend in der Wolfgang-Graf-Halle geplant.

Wolfram Schroettel, StR