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Warum Lachen so gesund ist?

Jeder kennt diesen Moment: Die Klasse ist ruhig, der Unterricht ist noch nicht einmal halb vorbei – und plötzlich sagt jemand etwas so Lustiges, dass man einfach lachen muss. Innerhalb von Sekunden steckt sich die halbe Klasse nun gegenseitig an.

Solche Momente sind nicht nur lustig, sondern auch richtig wichtig. Denn Lachen kann viel mehr, als uns nur gute Laune zu machen. Es hilft unserem Körper, Stress abzubauen, verbindet Menschen miteinander und kann sogar unsere Gesundheit stärken.

Aber warum genau ist Lachen eigentlich so gesund?

Warum lachen wir überhaupt?


Hierzu gibt es mehrere Theorien. Eine internationale Studie aus dem Jahr 2010 kommt zu dem Ergebnis, dass das menschliche Lachen den Lauten von Affen ähnelt. Das deutet darauf hin, dass Lachen schon sehr früh in der Evolution entstanden ist und sich bis heute weiterentwickelt hat. Einer Studie einer italienischen Universität aus dem Jahr 2023 zufolge entwickelte sich das Lachen evolutionär als eine Art Alarmsignal, das den Umstehenden mitteilt, dass ein besorgniserregendes Ereignis vorbei ist. Besonders der Rhythmus des Lachens hilft dabei, Aufmerksamkeit hervorzurufen, ähnlich wie bei einer Sirene. 

Lachen ist nicht nur eine Reaktion auf etwas Lustiges, sondern hat eine wichtige Funktion; sowohl für unser Zusammenleben als auch aus evolutionärer Sicht.

Was passiert, wenn wir lachen?

Die Atmung geht beim Lachen um ein Vielfaches schneller und unsere Lunge nimmt rund drei- bis viermal so viel Sauerstoff auf wie gewöhnlich. Der Brustkorb wird dabei bewegt und das Zwerchfell arbeitet besonders intensiv. Durch die tiefere Atmung wird die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessert und die Durchblutung angeregt.

Wenn wir lachen, passiert nämlich einiges im Körper: Unser Gehirn schüttet Glückshormone wie Endorphine aus, während Stresshormone wie Cortisol sinken. Dadurch fühlen wir uns entspannter, ausgeglichener und oft auch besser gelaunt. Gleichzeitig wird das Herz-Kreislauf-System aktiviert, da das Herz schneller schlägt und mehr Blut durch den Körper pumpt. Einige Experten vergleichen herzhaftes Lachen deshalb sogar mit einem kleinen Workout.

In unserem Gehirn ist der Vorgang des Lachens etwas komplexer: Der aufgenommene Witz gelangt über das Ohr ins Hörzentrum, von dort erfolgt die Weiterleitung ins Zentrum für Sprachverständnis, wo eine Analyse des Witzes stattfindet. Anschließend wird geprüft, ob Inhalt und Emotionen zusammenpassen. Stimmen diese zwei Faktoren nicht überein, findet das Gehirn den Witz lustig und signalisiert dem Körper, zu lachen. Lachen wirkt sich jedoch nicht nur auf den Körper aus, sondern auch auf die Psyche. Es hilft beim Stressabbau, hebt die Stimmung und kann sogar das Immunsystem stärken. Somit trägt regelmäßiges Lachen zu unserem allgemeinen Wohlbefinden bei – unabhängig davon, wodurch es ausgelöst wird.

Lachen im Alltag – besonders in der Schule

Schule kann manchmal ganz schön anstrengend sein: Schulaufgaben, Klausuren, Hausaufgaben, Referate oder einfach nur frühes Aufstehen. Genau deshalb sind kleine, lustige Momente im Alltag so wichtig, um diese Situationen zu lockern.

Außerdem hat Lachen eine wichtige soziale Wirkung. Wenn Menschen zusammen lachen, entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft. In der Schule kann das helfen, die Stimmung in der Klasse zu verbessern, neue Freundschaften zu knüpfen und Konflikte zu entspannen oder zu lösen. Eine Klasse, die zusammen lachen kann, arbeitet meistens auch besser zusammen. 

Ein besonders spannender Vergleich zeigt, wie unterschiedlich Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten lachen.

Kinder lachen durchschnittlich bis zu 400 Mal am Tag, während Erwachsene nur etwa 15 bis 20 Mal täglich lachen. Diese Zahlen werden häufig in Studien zur Lachforschung erforscht. Je älter wir werden, desto ernster wird unser Alltag, zum Beispiel auch in der Schule. Außerdem haben Forschende herausgefunden, dass beim Lachen über 300 Muskeln im Körper aktiv werden. Allein 17 sind es im Gesichtsbereich. 

Die Tatsache, dass Kinder deutlich häufiger lachen als Erwachsene, hat mich überrascht. Wenn man darüber nachdenkt, ergibt das aber durchaus Sinn. Im Alltag beschäftigen wir uns oft mit Terminen, Noten oder anderen Verpflichtungen und vergessen dabei, einfach den Moment zu genießen. Als Kinder finden wir häufig schon die kleinsten Dinge lustig, während wir mit zunehmendem Alter vieles ernster nehmen. Vielleicht könnten wir uns deshalb tatsächlich eine kleine Scheibe von Kindern abschneiden.

Lachen ist dabei fast wie ein kleines Workout, das wir täglich ganz nebenbei und oft unbewusst durchführen. Umso schade ist es, dass wir im Laufe unseres Lebens immer seltener lachen. Dabei merkt man gerade im Alltag, dass gemeinsames Lachen oft die Momente schafft, an die man sich später erinnert. Kaum jemand denkt noch an eine ganz normale Schulstunde zurück – an lustige Situationen mit Freunden dagegen oft noch Jahre später.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/237581/umfrage/dinge-ueber-die-in-deutschland-gelacht-wird-2011

Lach-Yoga – wenn Lachen zur Übung wird

Vielleicht klingt das erst einmal seltsam, aber es gibt tatsächlich eine Methode, bei der Menschen bewusst lachen: Lach-Yoga.                                                             Diese Methode wurde in den 1990er Jahren entwickelt und kombiniert Atemübungen mit absichtlichem Lachen. Das Verrückte daran ist, dass unser Körper kaum den Unterschied zwischen echtem und absichtlich gestartetem Lachen merkt.                     Nach kurzer Zeit wird das Lachen meistens sowieso echt – weil es einfach ansteckend und lustig ist.

Ein paar einfache und schnelle Übungen hierzu wären:

1. Hoho-Haha-Lachen                                                                                             

 Stelle dich hin und fange an zu klatschen. Wiederhole die Silben „hoho“ und „haha“. Führst du die Übung mit jemand anderem aus, dann schaue der anderen Person in die Augen.

2. Blume pflücken                                                                                                      

Stelle dir vor, du pflückst eine Blume. Rieche an der imaginären Blume und atme dabei tief ein. Statt normal auszuatmen, lachst du den Atem aus.

3. Das Buch des Lächelns                                                                                            

 Falte die Hände vor deiner Brust zusammen. Öffne sie vor dir wie ein Buch. Stelle dir vor, auf den Seiten steht geschrieben, dass du lächeln sollst. Lächle und klappe die Hände beziehungsweise das Buch wieder zu.

Als ich das erste Mal von Lach-Yoga gehört habe, fand ich die Idee ehrlich gesagt etwas komisch. Mittlerweile kann ich aber verstehen, warum viele Menschen Gefallen daran finden. Schließlich merkt man schon nach einem normalen Lachen, wie gut man sich danach fühlt.

Ein paar Witze zum Schluss

Damit der Artikel nicht nur übers Lachen erzählt, sondern auch dafür sorgt, hier ein paar Witze:

  • Wir haben uns neulich ein neues Dach gekauft. Ging aufs Haus.
  • Es wollten sich einmal zwei Zitronen miteinander treffen. Da kam die eine Zitrone nicht. Das machte die andere sauer.
  • Wo ist der Mathelehrer, wenn es kalt ist? In der Ecke, denn da sind es 90 Grad. 
  • Wie heißt ein Bär, der abschreibt? Abschreibär!

Fazit

Lachen ist viel mehr als nur eine Reaktion auf einen guten Witz. Es hat echte positive Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Psyche. Es reduziert Stress, verbessert unsere Stimmung, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und es ist komplett kostenlos und ohne Nebenwirkungen.

Gerade im Schulalltag können kleine lustige Momente den Unterschied machen. Vielleicht sollten wir deshalb einfach öfter lachen, auch wenn gerade kein perfekter Witz passt. Manchmal reicht schon ein kleines Lächeln, um einen ganzen Tag zu verbessern.

Für mich zeigt das Thema vor allem, dass die einfachsten Dinge manchmal die größte Wirkung haben. Nicht jeder Tag läuft perfekt, aber ein gemeinsamer Witz mit Freunden oder ein lustiger Moment zwischendurch kann vieles ein bisschen leichter machen. Und genau deshalb sollte Lachen im Alltag nicht zu kurz kommen.

Denn am Ende gilt ein bekanntes Sprichwort: „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.“

R.L. / 12. Klasse

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