Pädagogische Betreuung der Mittelstufe: Gute Gespräche und gute Literatur
Im Rahmen der pädagogischen Betreuung der Mittelstufe nutze ich die Vertretungsstunden in den Jahrgangsstufen acht bis elf bevorzugt für Klassengespräche. Hierbei zeigt sich in den vergangenen fünf Jahren neben schon immer typischen unterrichts- und schulalltagsbezogenen Anliegen, für die wir gemeinsam Lösungswege erarbeiten, zunehmend auch ein großes Interesse an Sinnfragen. Vergleichbares erlebe ich bei Elterngesprächen, Infoabenden zur Schulzweigwahl und Klassenelternabenden.
Die hier abgebildeten Bücher geben Antworten zu Sinnfragen (Batthyány und Alain) und bieten wertvolle Tipps zur Erarbeitung neuer guter Arbeits- und Lerngewohnheiten (Clear). Ich habe sie in Beratungs- und Klassengesprächen recht oft empfohlen und durchwegs positive Rückmeldungen erhalten – sowohl von Eltern als auch von Schülerinnen und Schülern, die diese Werke mit Gewinn gelesen haben. Nun konnten sie für unsere Schulbibliothek erworben werden und stehen demnächst zur Ausleihe bereit.
Mit der nachfolgenden Leseprobe aus Alexander Batthyánys wundervollem Werk wünsche ich Ihnen eine gute Zeit – verbunden mit der Einladung zum Gespräch!
Mit den besten Grüßen
Ihr Peter Reus, pädagogischer Betreuer der Mittelstufe
Leseprobe:
"[Der Mensch] kann sich reicher machen, indem er gibt – genau genommen sind die Lebensbereiche, die den eigentlichen Reichtum einer Person ausmachen, eben jene, in denen sein Reichtum durch das Geben, und nicht durch Nehmen, ins nahezu Unbegrenzte wachsen kann. Und er kann verarmen, indem er das, was er geben könnte, bei und für sich behält und mit seinen existentiellen Ressourcen geizt.
Worauf es hier wesentlich ankommt, ist also nicht das, was und wie viel wir empfangen haben […], sondern vielmehr unsere Bereitschaft, daraus frei zu schöpfen und in die Welt auszusenden. Diese Ressourcen sind frei verfügbar in dem Maße, in [dem] wir sie zu verwirklichen und zu teilen bereit sind."
(BATTHYÁNY, A.: Die Überwindung der Gleichgültigkeit. Sinnfindung in einer Zeit des Wandels; München (2.A.) 2017, S. 89f.)






